Dienstag, 14. August 2018

Naturparadies Antarktis - Greenpeace-Vortrag im Ozeaneum


"Eine Weddelrobbe und ein Eselpinguin treffen in der Antarktis aufeinander. Greenpeace setzt sich für ein Meeresschutzgebiet am Südpol ein, um dessen artenreiches Ökosystem zu erhalten.“
Copyright: Paul Hilton / Greenpeace

Naturparadies Antarktis

Greenpeace-Vortrag im Ozeaneum

Stralsund, 14.08.2018 – Blauwale, Orcas, Seeleoparden, Kaiserpinguine, riesige Krillschwärme und sogar Korallen: Die Antarktis am Südpol ist eines der artenreichsten Ökosysteme der Welt. Doch durch die Klimakrise und die Fischerei ist dieser einzigartige Lebensraum bedroht. Die einst mächtige Eisdecke schmilzt. Fischfangflotten wittern ihr Geschäft und dringen immer weiter ins Südpolarmeer vor. Im Greenpeace-Vortrag am 22. August 2018 im Ozeaneum in Stralsund erfahren Besucher, welche Naturschätze das Südpolarmeer beheimatet und wie diese empfindliche Welt vor den Eingriffen des Menschen geschützt werden kann.  

Ingrid Boitin, ehrenamtliche Greenpeacerin aus Lübeck, gibt in ihrer Präsentation Antworten auf weitere Fragen: Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Region am Südpol aus? Welche Rolle nimmt Krill im Ökosystem ein – und was macht ihn für die Fischereiindustrie so attraktiv? Auf die Besucher warten eindrückliche Fakten, Fotos und Filmsequenzen. Der 30-minütige Vortrag findet im Kinosaal der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ statt, jeweils um 12 Uhr und um 15 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. Im Anschluss ist Zeit für Fragen – auch zur Arbeit der unabhängigen Umweltschutzorganisation Greenpeace.

 

Greenpeace für Einrichtung eines Schutzgebietes 


Greenpeace setzt sich mit einer großen Kampagne für ein antarktisches Schutzgebiet im Weddellmeer ein. Es wäre mit 1,8 Millionen Quadratkilometern etwa fünfmal so groß wie Deutschland. Mehr als 1,8 Millionen Menschen weltweit haben bereits eine entsprechende Petition von Greenpeace unterschrieben. Die Umweltorganisation hatte Anfang des Jahres mit einer Schiffsexpedition das schützenswerte Ökosystem am Südpol dokumentiert und vor Ort nachgewiesen, dass die Fischerei nach Krill die antarktischen Meere gefährdet. Ende Oktober wird die Antarktis-Kommission CCAMLR (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources) über die Einrichtung des Meeresschutzgebietes entscheiden.

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