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Freitag, 28. April 2017

Deutsches Meeresmuseum Stralsund zeigt Sonderschau in Jena


Schön durchsichtig: Hydrocynus – eine Gattung der Fische aus der Familie der Afrikanischen Salmler. (Foto:Dr. Timo Moritz/Deutsches Meeresmuseum

Deutsches Meeresmuseum Stralsund zeigt Sonderschau in Jena


INSIGHTFISH – ungewöhnliche Einblicke in die Anatomie der Fische



(Stralsund, 28.04.17) Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums unter Projektleitung von Dr. Timo Moritz, Kurator für Fische, beschäftigen sich intensiv mit den Verwandtschaftsverhältnissen von Fischen. Viele Merkmale, die helfen, die Systematik der Fische zu verstehen, sind Skelettmerkmale und lassen sich nicht einfach von außen betrachten. Doch die Aufhellmethode bietet einen Ausweg: hierbei werden Fische durchsichtig gemacht und die Skelettstrukturen angefärbt: Knorpel in blau und Knochen in rot. Dabei entstehen oftmals ästhetisch sehr anspruchsvolle Objekte, die auf den ersten Blick an Röntgenbilder erinnern.

Die Ausstellung INSIGHTFISH beschäftigt sich speziell mit solchen aufgehellten Fischen. Zahlreiche großformatige Drucke und Originalexponate zeigen ungewöhnliche Einblicke in das Innere von Fischen. Beispiele erläutern, an welchen Objektdetails man etwas über die Lebensweise oder die Verwandtschaft der jeweiligen Fischarten erfahren kann. Die Sonderschau INSIGHTFISH wurde gestern im Phyletischen Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena imBeisein von Dr. Timo Moritzeröffnet und wird dort bis 8. Oktober zu sehen sein. Ab November 2017 soll die Exposition im Stralsunder MEERESMUSEUM gezeigt werden.

INSIGHTFISH – gefördert von der VolkswagenStiftung – ist ein Gemeinschaftsprojekt des Phyletischen Museums Jena und des Deutschen Meeresmuseums Stralsund. Zudem verbindet beide Einrichtungen die Zusammenarbeit bei der Betreuung von Master- und Bachelorstudenten sowie Doktoranden, da die Universität Jena und das Deutsche Meeresmuseum eine ideale Kombination für die Forschung an musealen Sammlungen sind.

Sonntag, 23. April 2017

Tödlicher Absturz vom Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund


Tödlicher Absturz vom Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund LK VR

Neubrandenburg (ots) - Frau stürzt vom Kreidefelsen in die Tiefe und stirbt.

Ein tragischer Unfall ereignete sich am 22.04.2017 gegen 15.00 Uhr am Kreidefelsen. Über den Notruf der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg wurde der Absturz einer weiblichen Person von den Kreidefelsen im Bereich der "Ernst Moritz Arndt Sicht" im Nationalpark Jasmund gemeldet. Rettungsdienst und Polizei waren kurze Zeit später am Einsatzort. Durch die Beamten des Polizeireviers Sassnitz und der Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz wurde die Absturzstelle auf dem Hochuferweg an der Ernst-Moritz-Sicht aufgesucht. Die Rettungskräfte konnten den ca. 60 Meter tieferen Uferbereich durch den Einsatz eines Rettungshubschraubers erreichen. Der Notarzt stellte nur noch den Tod der 21-jährigen Touristin aus Hamburg fest. Nach den bisherigen Erkenntnissen wird von einem tragischen Unglücksfall ausgegangen. Ein Ehepaar aus Hamburg machte einen Spaziergang am Hochuferweg. Die Frau befand sich unmittelbar an der Felskante. Sie kam ins straucheln, verlor das Gleichgewicht und fiel ca. 60 Meter in die Tiefe. Dort stürzte sie auf die felsige Küste. Die Bergung der Verstorbenen erfolgte mit Unterstützung eines Schiffes der Bundespolizei.

Freitag, 21. April 2017

Wieder-Eröffnung des Binz-Museums


Die Ausstellung des Binz-Museums im Kleinbahnhof; Foto: Kurverwaltung Binz/ Christian Thiele

Wieder-Eröffnung des Binz-Museums


Start des Museumsbetriebs im Binzer Kleinbahnhof zum Osterfest


Ostseebad Binz, April 2017 (kv) „Wie Binz wurde, was es ist“, unter diesem Motto steht die kleine, aber feine Ausstellung des Binz-Museums, die zum Osterfest wieder für Besucher öffnet.

Nach dem Um- und Ausbau des Besucherzentrums im Binzer Kleinbahnhof mit Touristinformation, Bibliothek, Leseecke und Vortragsraum vervollständigt nun das Museum das Angebot für die Besucher des historischen Bahnhofsgebäudes.

Schwerpunktthemen der Ausstellung sind das Badewesen, das Leben der Fischer und Bauern, das Beherbergungswesen und das Leben der Einwohner zur Gründerzeit. Federführend für die inhaltliche Gestaltung der Museumsflächen ist der Förderverein Museum Ostseebad Binz e.V., in dem sich derzeit 32 Personen engagieren. „Es handelt sich um einen sehr kleinen Verein mit einem sehr kleinen Kreis an aktiven Mitgliedern. Diese sind alle ehrenamtlich tätig, mit dem Ziel, den Urlaubern die Geschichte unseres schönen Ortes ‚bildlich‘ näher zu bringen“, so Vereinsvorsitzender Peter Schwarz. Und Jürgen Runge, zweiter Vorsitzender, ergänzt: „Ein weiteres sehr gutes Beispiel für unsere Vereinsarbeit ist die ganzjährige Pflege des Lapidariums auf dem Friedhof Binz, wo die Grabsteine bedeutender Binzer Persönlichkeiten gesammelt und ihre Geschichten erhalten werden.“ Doch nun freuen sich beide, dass in den Ausstellungsräumen am Kleinbahnhof wieder Leben einzieht. Konzeptionelle Neuerung nach der Wieder-Eröffnung ist der Betrieb des Museums durch die Kurverwaltung Binz. Sehr zum Vorteil der Gäste, die künftig besucherfreundliche Öffnungszeiten und mit ihrer Kurkarte kostenfreien Eintritt haben werden.

Peter Schwarz und Jürgen Runge sind zuversichtlich, dass die Besucherzahlen steigen und siehen die Modernisierung und thematische Weiterentwicklung der Ausstellung als gemeinsame Aufgabe des Fördervereins und der Kurverwaltung. Das Binz-Museum ist über das Besucherzentrum zu erreichen, das über die Osterfeiertage und am Wochenende von 9 bis 16:30 Uhr und ansonsten montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet hat.

Info: Gemeinde Ostseebad Binz - Kurverwaltung, Heinrich-Heine-Straße 7, Tel. 038393-148 148, Fax 038393-148 145.

Dienstag, 4. April 2017

Greenpeace-Aktionstage zu Mikroplastik im Ozeaneum


"Greenpeace-Protest gegen Mikroplastik in Kosmetikprodukten. Vier von Fünf Deutschen sprechen sich für ein Verbot von Plastik in Kosmetika aus."

Copyright: (c) Daniel Müller/Greenpeace

Welle machen für Meere ohne Plastikmüll


Greenpeace-Aktionstage zu Mikroplastik im Ozeaneum



Stralsund  – Plastikmüll verschmutzt weltweit Flüsse und Meere – mit unabsehbaren Folgen für Mensch und Umwelt. Winzige Plastikteilchen finden sich bereits in Speisefischarten wie Kabeljau und Makrele sowie in Garnelen und Muscheln – auch aus der Nord- und Ostsee. Doch viele Verbraucher wissen nicht, welche Schäden durch Plastik im Meer entstehen und dass sie das Problem durch ihren Konsum mitverursachen. Bei den Aktionstagen vom 11. bis 13. April im Ozeaneum informiert Greenpeace darüber, wie Mikroplastik in die Umwelt gelangt und wie sich das vermeiden lässt. „Jeder kann dazu beitragen, die Meere vor Plastik zu schützen. Am einfachsten ist es, keine Plastiktüten beim Einkauf zu verwenden und Produkte in Einwegverpackungen zu vermeiden. Vor allem sollte jeder Kosmetikprodukte, die Mikroplastik enthalten, im Laden stehen lassen“, sagt Sandra Schöttner, Greenpeace-Expertin für Meere.


Greenpeace macht Mikroplastik sichtbar


Die Hersteller von Kosmetik-und Körperpflegeprodukten belasten die Meere, da sie flüssige, wachs- und gelartige Kunststoffe in ihren Cremes und Lotionen einsetzen. Diese gelangen täglich über Haushaltsabwässer in die Umwelt. Mikroplastik entsteht darüber hinaus zum großen Teil durch Plastikmüll, der in Flüssen und Meeren durch Wind, Wellen und UV-Strahlen mit der Zeit zerrieben wird.

Bei den Aktionstagen am Ozeaneum erfahren Besucher Mikroplastik hautnah. Greenpeace zeigt Wasserproben aus deutschen Flüssen, in denen Plastikpartikel mit dem bloßen Auge zu erkennen sind, sowie Meeressand, aus dem Besucher die kleinen Plastikteilchen heraussieben können. Ehrenamtliche von Greenpeace stellen Kosmetik- und Körperpflegeprodukte vor, die verschiedene Kunststoffe enthalten. Eine Unterschriftenaktion an die Bundesregierung läuft unter dem Motto „Welle machen für Meere ohne Plastikmüll“.

Mehrheit der Deutschen will kein Mikroplastik in Kosmetika


Laut einer repräsentativen Umfrage vom Emnid-Institut im Auftrag von Greenpeace befürworten drei Viertel der Deutschen ein generelles Verbot von Plastik in Kosmetik- und Körperpflegeprodukten. Von den Kosmetikherstellern erwarten 83 Prozent der Befragten, dass sie keine Kunststoffe in ihren Produkten einsetzen. „Die Naturkosmetik zeigt seit Jahren, dass Kunststoffe unnötig sind. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks muss endlich für ein umfassendes Verbot sorgen“, fordert Schöttner.“



Mehr Informationen:

Greenpeace-Aktionstage: Dienstag, 11. April bis Donnerstag, 13. April, 10 bis 17 Uhr.