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Freitag, 30. September 2016

Buchpräsentation „Unsere Ostseeküste • Mecklenburg-Vorpommern“ von Rolf Reinicke unterm Wal im MEERESMUSEUM

Kreideküste im Nationalpark Jasmund. (Foto: Rolf Reinicke)

Buchpräsentation „Unsere Ostseeküste • Mecklenburg-Vorpommern“ von Rolf Reinicke unterm Wal im MEERESMUSEUM


(Stralsund) Unser Bundesland bietet die interessantesten und vielfältigsten Küstenlandschaften Deutschlands. Dazu erschien vor wenigen Wochen im Hinstorff Verlag Rostock ein ungewöhnlicher Bild-Text-Band. Er präsentiert in einzigartiger Darstellungsweise eine vollständige Übersicht über die landschaftliche Schönheit, Vielfalt und Besonderheit der einzelnen Küstenabschnitte aus unterschiedlichsten Blickwinkeln – eine beeindruckende Fotoreise von der Trave im Westen bis zur polnischen Grenze im Osten. Dazu gibt es zahlreiche naturkundliche Informationen über Meer und Bodden, über Kliff und Strand.

Autor ist der Stralsunder Geologe Rolf Reinicke, bekannter Landschaftsfotograf und erfolgreicher Buchautor. Er stellt dieses neue, großformatige Buch, das er zusammen mit seinem Sohn Matthias erarbeitet hat, in einer beeindruckenden Bildershow am Donnerstag, 6. Oktober, um 19:00 Uhr im MEERESMUSEUM Stralsund unterm Wal vor. Interessiertes Publikum ist herzlich zu dieser Buchpräsentation willkommen. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Person; für Mitglieder des Fördervereins Deutsches Meeresmuseum e. V. ist der Eintritt frei.


Donnerstag, 29. September 2016

Herausragende Meeresfilme im OZEANEUM in Stralsund

Mantas: Wunder unserer Welt - Wasser (BBC)

VERANSTALTUNGSTIPP

Herausragende Meeresfilme im OZEANEUM in Stralsund


(Stralsund) Bereits zum sechsten Mal ist das OZEANEUM Stralsund einer der Spielorte des Darßer NaturfilmFestivals. Am 9. Oktober werden ab 12:30 Uhr vier herausragende internationale Meeresfilm-Produktionen im Kino des OZEANEUMs gezeigt. Die Zuschauer können unter anderem den stürmischen Atlantik, atemberaubende Haiarten, sowie die traumhaften Küsten Südafrikas bei diesem „Meeresbürger-Spezial“ erleben. Besucher des OZEANEUMS zahlen für die Filme an diesem Tag keinen zusätzlichen Eintritt.

Das Darßer NaturfilmFestival findet 5. - 9.Oktober 2016 statt. Hier kommen Naturverbundene, Regisseure und Doku-Freaks zusammen. Eine Auswahl der bewegendsten und ästhetischsten Bilder unserer Erde kämpfen hier um den Deutschen NaturfilmPreis.

Gäbe es einen Oscar für Naturfilme, dann wäre es bestimmt ein Kranich. Denn wenn im Oktober Tausende der zarten Vögel auf dem Darß zusammenkommen, geht auch der Preis für den besten Naturfilm über die Bühne. Deutschlands höchste Ehrung für Naturfilmer lockt Redakteure, Filmemacher und Dokufans ins Ostsee-Idyll.12 Filme, Kino- und Fernsehproduktionen, sind jährlich nominiert für den Deutschen NaturfilmPreis. Sie widmen sich dem Zauber aber auch der Zerstörung der Natur auf dem ganzen Planeten. So ging es in den letzten Jahren um „Problembären“, sterbende Bienenköniginnen und intelligente Pflanzen. Viele weitere aktuelle Filme laufen in weiteren Festival-Sektionen.

Begleitet wird das Festival mit Seminaren, Diskussionsrunden und Exkursionen in den Nationalpark. Der direkte Draht zwischen Filmemachern und Publikum sorgt für eine fast familiäre Atmosphäre. „Diese Mischung aus Urlaub, Guckfest, Seminar und Familientreffen ist schon einmalig“, sagt Autor und Journalist Volker Arzt, der das Festival regelmäßig besucht.

Infos und Tickets auf www.deutscher-naturfilm.de

Programm OZEANEUM | 09. Oktober

12:30 Uhr: Wildes Südafrika - Kap der Extreme
14:00 Uhr: Die Welt der Haie - Meister der Jagd
15:30 Uhr: Wilder Atlantik - Der Strom des Lebens
17:00 Uhr: Wunder unserer Welt - Wasser

Eintritt für Gäste ohne OZEANEUM-Ticket: 3,00 € Erwachsene, 2,00 € Ermäßigte & Kinder ab 4 Jahre (pro Film)

Sonntag, 25. September 2016

NAUTINEUM zeigt seltene 160 Jahre alte Metalltonne aus der Ostsee

Michael Mäuslein, Kurator für Meerestechnik am Deutschen Meeresmuseum, erläutert das neue Ausstellungsobjekt im NAUTINEUM. (Foto: Jan-Peter Reichert/Deutsches Meeresmuseum)

NAUTINEUM zeigt seltene 160 Jahre alte Metalltonne aus der Ostsee


(Stralsund) Das NAUTINEUM auf der Insel Kleiner Dänholm zwischen Stralsund und Rügen ist um ein seltenes Exponat reicher. Ab sofort ist ein mehr als 160 Jahres altes und somit historisch wertvolles Seezeichen Bestandteil der Ausstellung zur deutschen Meeresforschung. Dabei handelt es sich um den bisher einzigen Nachweis dieses besonderen Seezeichens in der südlichen Ostsee.

Am 9. Februar 2013 wurde vor dem Darß vom Mehrzweckschiff ARKONA des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Stralsund (WSA) ein rostiger Metallkörper vom Ostseegrund geborgen. „Das Objekt lag in etwa 20 Meter Wassertiefe.“, so Dirk Berger vom WSA. Dank der jahrelangen guten Zusammenarbeit zwischen WSA und Deutschem Meeresmuseum kam sogleich der Kontakt zu Michael Mäuslein, Kurator für Meerestechnik, zustande. Es wurde schnell klar, dass das Seezeichen die Ausstellungen im NAUTINEUM thematisch hervorragend ergänzen würde. Das WSA baute zu diesem Zweck den entsprechenden Unterbau, um das halbkugelförmige Fundobjekt optimal präsentieren zu können.

Zunächst war völlig unklar, um was genau es sich bei dem etwa 2,00 Meter mal 1,50 Meter großen Schwimmkörper, der stromlinienförmig ausgebildet ist, handelt. Dank eines externen Hinweises kam eine Vergleichstonne ins Gespräch, die im Englischen Kanal als Seenotrettungstonne genutzt worden war – die so genannte Peacock Tonne. Sie könnte als Vorbild für die Bauweise der „Ostseetonne“ gedient haben. Die Metalltonne besteht aus schmiedeeisernen Platten, die genietet wurden und sich überlappen. Diese Art der Konstruktion ermöglicht die Datierung auf die Zeit um 1850. Der nächste Schritt könnte nun darin bestehen, z. B. die genaue chemische Zusammensetzung des Materials zu bestimmen.

Fakt ist, dass es sich um eine der ersten Metalltonnen handelt, welche in der Ostsee zum Einsatz kamen. Zuvor wurden nur Holztonnen verwendet. Bekannt ist auch, dass um 1850 die Preußen begonnen haben, Meeresforschung in der Ostsee zu betreiben. Also könnte die Seetonne zum Messen der Temperatur und weiterer Wetterdaten in der Ostsee genutzt worden sein, so eine Theorie von Michael Mäuslein. Es gibt aber auch Vermutungen, nach denen diese Tonne als Teil eines Sperrwerks für U-Boote in beiden Weltkriegen diente.

Sicher ist bisher: bei der Metalltonne im NAUTINEUM handelt es sich um ein bislang in der Ostsee einmaliges und in Teilen noch rätselhaftes, jedoch geschichtlich und technisch überaus bedeutendes Objekt. Spannend bleibt für das Deutsche Meeresmuseum nach wie vor die Fragestellung, warum gerade diese Tonne, in dieser Bauform, an dieser Stelle zum Einsatz gekommen sein könnte. „Vielleicht meldet sich jemand, der weiterführende Hinweise für uns hat.“, hofft Michael Mäuslein, um der Lösung dieses Unterwasserrätsels ein Stück näher zu kommen.

Das neue Exponat ist in der alten Tonnenhalle des WSA zu sehen, die heute Zeitzeugen deutscher Meeresforschungstechnik im NAUTINEUM beherbergt. Das Museum ist noch bis Ende Oktober jeden Dienstag von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Auf dem weitläufigen Areal am Ufer des Strelasunds beeindrucken weitere zahlreiche Großexponate der Fischerei und Meeresforschung, wie z. B. Kutter, Seezeichen, das begehbare Unterwasserlabor HELGOLAND und ein historischer Fischerschuppen. Der Eintritt ist frei – auch für angeleinte Hunde.

Samstag, 17. September 2016

Multimedialer Kranich-Vortrag mit Carsten Linde im MEERESMUSEUM

Wenn die Kraniche ziehen – bei Vollmond. (Foto: Carsten Linde)

Multimedialer Kranich-Vortrag mit Carsten Linde im MEERESMUSEUM 


(Stralsund) Wenn die Kraniche ziehen, folgt ihnen seit Jahren der Naturfotograf und langjährige Kranich-Ranger Carsten Linde mit seiner Kamera. Im Einklang mit den Jahreszeiten führen ihn seine Reisen im Herbst von den Rastgebieten an der Ostseeküste über Frankreich bis zu den Winterquartieren in Spanien. Im Frühjahr trifft er die „Tänzer des Nordens“ an ihren Balzplätzen in Schweden. Er fotografiert seine Lieblingsvögel in ihren natürlichen Lebensräumen: An verborgenen Schlafplätzen und traditionellen Sammelplätzen, bei Wind und Wetter, in Schnee und Nebel, in der Dämmerung und im weichen Morgenlicht.

Mit seiner Multimedia-Schau „Wenn die Kraniche ziehen“ lädt er zu einer ganz besonderen Reise mit den großen Zugvögeln ein: Seine meisterhaften Fotos zeigen die Kraniche sowohl in unberührten Landschaften wie auch in prägnanten Nahaufnahmen. In solcher Vielfalt und bis ins Künstlerische reichend, hat man Fotos der „Vögel des Glücks“ bislang kaum gesehen. Mit dem Licht und seiner Kamera malt der Naturfotograf wunderbare Bilder und hat eindrucksvolle Stimmungen der wild in freier Natur lebenden Tiere eingefangen.

Fachkundige Informationen aus erster Hand zu Biologie, Verhalten, Zugwegen und Beringung der Kraniche sowie die Schilderung authentischer Erlebnisse sind eine abwechslungsreiche Ergänzung. Hinzu kommen ausgewählte Filmsequenzen, die sparsam mit akustischer Musik unterlegt sind. Auch dabei stehen stets die beeindruckenden Zugvögel im Mittelpunkt.

Seit seiner Kindheit ist Carsten Linde von den Kranichen fasziniert. Seine Begeisterung überträgt sich, wenn er durch seine lebendige Sprache und den freien Vortrag von Gedichten aus verschiedenen Kulturen die Aura, Mystik und Poesie der großen grauen Wanderer zwischen den Welten zum Leben erweckt.

Alle Kranich-Freunde sind herzlich zu diesem Vortrag am Donnerstag, 22.09.16, um 19:00 Uhr im MEERESMUSEUM Stralsund willkommen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der 18. Woche des Kranichs statt – in Kooperation mit dem Kranichschutz Deutschland bzw. dem Kranich-Informationszentrum Groß Mohrdorf. Der Eintritt beträgt 3,00 Euro pro Person; für Mitglieder des Fördervereins Deutsches Meeresmuseum e. V. ist der Eintritt frei.