Navigation

Donnerstag, 18. Juni 2015

Greenpeace-Aktionstage vom 20. bis 22. Juni im OZEANEUM

Shell will in der Arktis nach Öl bohren - trotz massiver Risiken für Mensch und Natur.
Greenpeace-Aktivisten kämpfen dagegen mit der Kampagne "Save the Arctic".  Mehr als
7 Millionen Menschen haben sich bereits als Arktisschützer registriert.
© Jiri Rezac / Greenpeace

Ölausbeutung: Shell gefährdet die Arktis

Greenpeace-Aktionstage vom 20. bis 22. Juni im OZEANEUM


Stralsund, 18. Juni 2015 –  Shells Ölprojekte gefährden tausende Wale und Robben in der Arktis. Der Konzern will im Sommer 2015 die Ölsuche vor der Küste Alaskas in der Tschuktschensee fortsetzen. Dafür nimmt er in Kauf, dass die enorme Lärmbelastung unter Wasser durch seismische Tests, Bohrungen und Eisbrecher zur tödlichen Gefahr für gefährdete Arten wird. Shell hat offiziell beantragt, Wale und Robben bei den Erkundungsbohrungen stören zu dürfen. Diesen Antrag hat der US-amerikanische National Marine Fisheries Service (NMFS) vergangene Woche genehmigt. „Es ist unfassbar, dass Shell so skrupellos das Leben der Wale und anderer bedrohter Meeressäuger aufs Spiel setzt – und dafür auch noch die offizielle Genehmigung der US-Behörden bekommt.“, sagt Larissa Beumer, Arktis-Expertin von Greenpeace. „Wale haben ein sehr feines Gehör. Der Unterwasserlärm stört ihre Kommunikation und ihre Orientierung. Im Extremfall kann es sogar zu Massenstrandungen kommen.“
Über die Gefahren für die Arktis informiert die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace während der Arktis-Aktionstage vom 20. bis 22. Juni im OZEANEUM. Neben Informationen gibt es Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene, eine Foto-Ausstellung und eine Dia-Show.
Die Genehmigung für die Bohrungen in der Arktis hatte US-Präsident Obama bereits am 12. Mai erteilt. Sollte Shell in der Tschuktschensee Öl finden und mit der Ausbeutung beginnen, schätzt die US-Regierung die Wahrscheinlichkeit für einen oder mehrere schwere Unfälle während des Förderzeitraums von 51 Jahren auf 75 Prozent. „Ein Ölunfall in der Arktis hätte katastrophale Folgen“, so Beumer. „Läuft Öl in den eisbedeckten Gewässern aus, gibt es vor Ort keine Methode, es zu bergen.“ Noch immer sind an der Küste Alaskas die Ölreste des letzten schweren Unfalls von vor 26 Jahren nachweisbar.

Mitmachen: Arktis-Schützer werden und den größten Putzlappen der Welt gestalten

Für einen gut sichtbaren Protest gegen Shells Vordringen in die Arktis sammelt Greenpeace deutschlandweit Putzlappen für den Ölkonzern. Spender eines Putzlappens können darauf eine Nachricht hinterlassen, etwa: „STOP SHELL“. Aus den gesammelten Lappen wird der größte Putzlappen der Welt entstehen, den Shell früher oder später in der Arktis brauchen wird.
Greenpeace setzt sich seit vier Jahren für ein Schutzgebiet rund um den Nordpol und ein Verbot der Ölausbeutung in arktischen Gewässern ein. Über sieben Millionen Menschen unterstützen bereits die internationale Kampagne zur Rettung der Arktis www.savethearctic.org.  An den Aktionstagen im Juni sammeln Greenpeace-Ehrenamtliche weitere Unterschriften für den Schutz der Arktis und Putzlappen für die Aktion „STOP SHELL“.

Arktis-Aktionstage:

Samstag, 20. bis Montag, 22. Juni, 10 bis 17 Uhr, Eintritt im OZEANEUMs-Ticket enthalten.

Vorschau:


Arktis-Aktionstage: Samstag, 18. bis Mittwoch, 22. Juli 2015, 10 bis 17 Uhr.
Vortrag: „Die geheimnisvolle Tiefsee – von schwarzen Rauchern, kalten Quellen und bizarren Tieren“ mit Lothar Hennemann. Mittwoch, 1. Juli 2015, 12 Uhr und 15 Uhr. Ort: Kinosaal, 1:1 Riesen der Meere im OZEANEUM

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen